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Wildfleisch: Bester Geschmack und top gesund

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist frische und Natürlichkeit das A und O. Wildfleisch wird aber immer noch mit Skepsis und Vorsicht betrachtet. Hier räumen wir mit einigen Vorurteilen auf, damit Sie ohne Reue zu exklusivem Wildbret aus heimischen Revieren greifen können!

Wie wird Wildfleisch definiert?

Das Fleisch frei lebender, dem Jagdrecht unterliegender Tiere („Wild“) wird Wildfleisch oder Wildbret genannt. In Deutschland sind Reh-, Rot- und Damwild, Wildschwein, Fasan, Hase und die Wildente am bekanntesten. Dadurch ist dieses Fleisch frei von Kraftfutter, Medikamenten und künstlichen Hormonen


Warum besser Wildfleisch essen?

Natürlicher geht's kaum. Wildbret aus heimischen Revieren ist zu 100 % Bio, auch wenn es so nach der EU-Ökoverordnung nicht gekennzeichnet werden darf („Wildfleisch“ aus Gehegehaltung kann allerdings Bio-zertifiziert werden!) Unsere Meinung: Mehr Bio als freilebend und natürlich aufgewachsen geht nicht! Das Fleisch ist vitamin- und nährstoffreich, außerdem cholesterin- und fettarm (Wildschwein-Fleisch besitzt nur ein Zehntel des Fettgehalts im Vergleich zu Fleisch vom Hausschwein), es ist daher proteinreich und besitzt darüber hinaus viele essentielle Omega-3-Fettsäuren. Diese Eigenschaften finden wir sonst nur beim Lachs. 


Wie lange ist Wildfleisch haltbar?

Das vom Jäger erlegte Wildtier wird nach dem Aufbrechen und sorgsamen Reinigen zum Kühlen und Reifen (Abhängen) in die Kühlkammer oder Kühlzelle bei ca. 4°C gehängt. Das Minimum an Reifezeit beträgt 2 Tage in der Kühlung, besser bis zu einer Woche, da das gekühlte Abhängen ausschlaggebend für die Zartheit des Wildfleisches ist. Danach sollte das Fleisch innerhalb von 3 Tagen verarbeitet oder eingefroren werden. Als Alternative zum Abhängen bietet es sich an, das Fleisch direkt zu vakuumieren und ca. 10 Tage im Kühlschrank reifen zu lassen. Es ist so ca. 3-4 Wochen bei 0°C haltbar. 


Wie lange darf Wildfleisch eingefroren bleiben?

Eingefrorenes Wildfleisch verliert kaum an Qualität. Allerdings schwitzt es beim Auftauen Wasser und wird so etwas mürbe. Geschmacklich macht dies aber einen sehr geringen Unterschied, deshalb kann Wildfleisch ohne Qualitätsverluste bis zu einem Jahr eingefroren bleiben, je magerer, desto länger. Wildschwein sollte nicht über ein Jahr eingefroren werden. Dem Rehbraten machen auch 1,5 Jahre tiefgekühlt nichts aus. Wichtig: Kühlkette nicht unterbrechen! Sehr gut ist es, das Wildbret vor dem Einfrieren zum Schutz vor Gefrierbrand zu vakuumieren – das sorgt auch für mehr Platz in der Tiefkühltruhe!


„Wildgeschmack“ – was hat es damit auf sich?

Noch vor wenigen Jahren wurde Wild ein intensiver, oft zu intensiver Geschmack zugeschrieben. Um dies zu verringern, wurde der Wildbraten vor der Zubereitung oft stundenlang in Buttermilch eingelegt oder mariniert, um diesen Geschmack zu verringern. Der Wildgeschmack kam von der veralteten, zu warmen Wildbrethygiene, durch die der Geschmack im einsetzenden Zersetzungsvorgang entstand. Durch die heute übliche und vorgeschriebene Lebensmittelhygiene entsteht kein zu intensiver Geschmack mehr, da das erlegte Wild unverzüglich aufgebrochen, gereinigt und kühl gelagert wird. 

Wild kaufen

Über Ihr zuständiges Forstamt erhalten Sie oft Fleisch der ansässigen Landesforsten und Bundesforstbetriebe. So können Sie sicher sein, dass das Wild aus der freien Natur Ihrer Region stammt. Auf der Webseite "Wild-auf-Wild“ vom Deutschen Jagdverband finden Sie ein Suchfeld, um über die Postleitzahl einen Wildbrethändler in Ihrer Nähe zu finden.


Genießen Sie Wildfleisch mit gutem Gewissen - TimberTom wünscht guten Appetit!


Bilder von unsplash, Pixabay und Screenshot von wild-auf-wild.de


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