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Spaltaxt oder Spalthammer: Kennen Sie den Unterschied?

Da liegt er nun, Ihr frisch gekaufter Holzpolter: in 40cm Länge gesägt und bereit, gespalten zu werden. Über Holzspalter haben wir Ihnen hier viel Wissenswertes inklusive Checkliste zum Kauf aufgeschrieben. Beim Spalten von Hand haben Sie die Wahl zwischen einer Spaltaxt und einem Spalthammer. Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen diesen beiden Werkzeugen und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Wofür eignet sich die Spaltaxt?

Für das Spalten von kleinerem bis mittlerem Feuerholz eignet sich die Spaltaxt am besten. Sie hat die klassische Axtform, ist also im Vergleich zum Spalthammer am Kopf leichter und flacher. Die Schneide ist länger, und der Kopf hat eine große Schlagfläche. Die Spaltaxt soll durch die Holzfasern durchgleiten, deshalb ist der Kopf bei den allermeisten Modellen so beschichtet, dass er dies durch weniger Reibung gut ermöglicht und die scharfe Schneide die Holzfasern durchtrennt. Dadurch ist die Spaltaxt für langfaseriges Holz wie Fichte, Tanne und Kiefer besonders geeignet. Da der Stiel, wie bei Äxten üblich, meist geschwungen ist, kann damit mit großen Ausholbewegungen kräftig gearbeitet werden und trotz eines leichteren Gewichtes als mit dem Spalthammer vergleichsweise viel Spaltkraft aufgebracht werden. 

Noch mehr Power mit dem Hammer

Wenn es etwas mehr Kraft braucht: Für längere oder dickere Stücke kurzfaserigen Laubholzes, die schwerer zu spalten sind als Nadelholz, ist der Spalthammer das geeignete Werkzeug. Die Kopfform ist deutlich keilförmiger, um die Holzstücke schneller zu sprengen. Sein Gewicht beträgt meist über 2,5 Kg bis ca. 5 Kg – das wird auch oft als Gewichtsabgrenzung nach unten zur Spaltaxt verwendet. Beim Spalthammer ist der Stiel gerade, um damit auch gezielte Hammerschläge auf Holzkeile oder auch Pfosten zu ermöglichen. Dafür ist die Rückseite des Spalthammers hammerförmig ausgeformt und meist auch nicht gehärtet, damit dieser Teil des Kopfes nicht spröde wird und weniger leicht ausbricht.

Gewicht und Stiellänge müssen zu Ihnen passen!

In unserem Blogpost zu Äxten und Beilen haben wir bereits ausführlich über die Arten von Stielen, Materialien, Stiellängen und das Gewicht geschrieben. Das alles gilt auch für Spaltäxte und -hämmer. Wenn Sie den 5 Kg-Spalthammer kaum vom Boden heben können, werden Sie damit nicht sinnvoll arbeiten. Auch die Dauer des Einsatzes bestimmt das Gewicht mit: Arbeiten Sie mehrere Stunden am Stück mit dem Spalthammer, sollten Sie besser nicht das schwerste Werkzeug wählen. Passen Sie Ihre Auswahl an das Spaltgut und an Ihre Körpermaße sowie Ihre individuellen Vorlieben an: Der eine hat lieber eine Axt, um damit kräftiger und schneller auszuholen, der andere möchte mit viel Gewicht in einem Hammerschlag das Spaltgut „klein bekommen“. Probieren Sie aus, was Ihnen mehr liegt! Insbesondere die Stiellänge und das Gewicht sollten Sie persönlich vergleichen und Ihre Kombination finden:

  • Nehmen Sie Axt oder Hammer direkt hinter dem Kopf in die Hand und prüfen Sie, wie gut Sie das Gewicht tragen können. Dabei merken Sie auch, wie der Griff mit dem Kopf ausbalanciert ist.
  • Bei normalen Äxten wird ein Stiel in Ihrer Armlänge empfohlen. Spaltäxte und -hämmer mit einem längeren Stiel sorgen für mehr Spaltkraft, weil sie einen längeren Bogen beim Schlag durchlaufen und so stärker beschleunigt werden. Probieren Sie deshalb mehrere Stiellängen aus und schwingen Sie diese auch wie beim Spaltvorgang!
  • Ob Holz- oder Fiberglas-/Carbonstiel: Das Gefühl der Vibrationen beim Schlag ist für jeden anders. Die einen schwören auf Holzstiele, anderen gefällt das direkte, ungefederte Feedback eines Glasfaserstiels besser. Auch hier gilt: Probieren Sie verschiedene Stiele aus! Vielleicht sind Sie überrascht, wie angenehm es sich mit einem anderen Stiel arbeiten lässt.


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Fotos von Maximilian Schütz, TimberTom.de

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